Vertiefung zur Kompetenzorientierung

Arbeit mit didaktischen Tools an konkreten Beispielen der Teilnehmenden

Seit 2003 wurden für die Schweiz eine Reihe kompetenzorientierter Handlungsmodelle (so genannte Methodiken) entwickelt (Cassée, 2019) und in verschiedenen Praxisfeldern der Jugendhilfe implementiert . In meinem Referat möchte ich aufzeigen, was unter Kompetenzorientierung zu verstehen ist und wie kompetenzorientierte Handlungsmodelle in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe genutzt werden können. Dazu greife ich auf Vorläufermodelle aus den Niederlanden zurück, die ich in den letzten Jahren für die Jugendhilfe in der Schweiz weiterentwickelt habe (www.kompetenzhoch3.ch).

Die Kompetenzorientierung baut auf entwicklungs- und lerntheoretischen Grundlagen auf und hat Tools entwickelt, um den Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen sowie die erzieherischen Fähigkeiten von Eltern zu erfassen. Diese Tools werde ich in einer Videosequenz präsentieren und an Beispielen zeigen, wie damit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen gearbeitet werden kann.

Der entwicklungsdiagnostische Prozess ist psychoedukativ, transparent und partizipativ ausgestaltet und liefert Grundlagen für gemeinsam entwickelte Interventions- und Lernschritte. So wird bei den Eltern die Bereitschaft für Lern- und Veränderungsschritte gestärkt. Kompetenzorientierte In-terventionen können sowohl mit einzelnen Eltern als auch in Gruppen von Eltern (kompetenzorientierte Variante der Multifamilientherapie), mit Kindern und Jugendlichen (einzeln und in Gruppen) genutzt werden.

Im geplanten Workshop können die Grundlagen sowie die Arbeit mit den didaktischen Tools an konkreten Beispielen der Teilnehmenden vertieft werden

Kitty Cassée
Kitty Cassée